Quereinstieg in die Pflege

Die Pflege ist zwar ein anspruchsvolles Berufsfeld, aber auch wenn du dich erst später in deinem Berufsleben für eine Pflegekarriere entscheidest, hast du gute Chancen, noch einmal richtig durchzustarten. Quereinsteiger*innen in der Pflege sind gefragt wie nie und durch den demographischen Wandel dürfte der Bedarf an professionell Pflegenden in den nächsten Jahren noch weiter steigen.

Anna
Pflegehelferin
“Mein Berufswechsel hat mir einen Job mit Sinn und mehr Zufriedenheit im Leben geschenkt!”

Ein Praktikum verschafft dir Sicherheit

Die Pflege ist ein sehr abwechslungsreicher und spannender Beruf. Viele Pflegekräfte erleben ihren Job als Sinn stiftend und lieben das Gefühl, mit ihrer Arbeit etwas Gutes zu tun und Menschen helfen zu können. Aber die Pflege kann auch eine große Herausforderung sein. In der Pflege musst du dich auf lange Schichten einstellen und damit rechnen, auch mal nachts oder an Feiertagen arbeiten zu müssen. Die Pflege ist auch ein sehr körpernaher Beruf, da zu deinen Aufgaben auch die Körperpflege deiner Patient*innen zählt. Da du meist mit kranken oder alten Menschen arbeiten wirst, gehört auch Tod und Trauer zu deinem Alltag als Pflegekraft. Ob man diesen Arbeitsbedingungen gewachsen ist, kann man kaum beurteilen, ohne in der Pflege gearbeitet zu haben. Ein Praktikum oder eine Hospitation in einem Krankenhaus oder bei einem Pflegedienst bietet dir eine tolle Möglichkeit, den Pflegeberuf erst einmal kennenzulernen. Danach kannst du dir ganz sicher sein, dass die Arbeit als Pflegekraft zu dir passt

Pflegebasiskurs

In manchen Bundesländern kannst du auch ohne besondere Vorkenntnisse im Pflegebereich einen Job finden, für viele benötigst du zumindest den Pflegebasiskurs. Der Kurs dauert zehn bis zwölf Wochen und du erhältst alle wichtigen Grundkenntnisse, die für den Beginn in der Pflege unabdingbar sind. Im Fachunterricht lernst Du Themen wie Physiologie und Anatomie, erste Hilfe und Pflegeplanung und -dokumentation kennen. Oft ist der Kurs mit weiteren Qualifizierungen kombinierbar. Vor dem Abschluss musst du ein zweiwöchiges Pflegepraktikum absolvieren. Sobald du volljährig bist, eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung und dein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen kannst, darfst du den Kurs belegen. Wenn du beim Jobcenter registriert bist, kannst du die Kosten für den Pflegebasiskurs mithilfe eines Bildungsgutscheins finanzieren. Die Absolvent*innen des Kurses können anschließend als Pflegehelfer*in oder Heilerziehungshelfer*in beschäftigt werden.

Ausbildung

Wenn du dich auf lange Sicht in diesem Berufsfeld weiterentwickeln willst, ist eine klassische Ausbildung der beste Weg. Du kannst wählen zwischen der dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachkraft oder der ein- bis zweijährige Ausbildung zur examinierten Pflegehilfskraft. Als examinierte*r Pflegehelfer*in stehen dir einige Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Du kannst danach die generalistische Pflegeausbildung anschließen. Die Ausbildung kann auch in Teilzeit neben der Arbeit absolviert werden, dauert dann aber bis zu vier Jahre. Nach deinem Abschluss assistierst du den Pflegefachkräften. Seit 2020 sind die Ausbildungen für die Berufe Krankenpfleger*in, Altenpfleger*in und Kinderkrankenpfleger*in in einer allgemeinen Ausbildung zur Pflegefachkraft zusammengefasst. Wenn du vorab mindestens eine zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hast, kannst du die dreijährige Ausbildung verkürzen. Auch hier ist es kein Problem, die Ausbildung berufsbegleitend in Teilzeit zu absolvieren.

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