Fort- und Weiterbildungen

Fort- und Weiterbildungen bieten nicht nur die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung, sondern vermitteln auch neue Kompetenzen. Indirekt sind Fort- und Weiterbildungen für die Pflegedienste und Krankenhäuser sogar vorgeschrieben, denn zu deren Pflichten gehört es, den Angestellten die Vermittlung aktueller medizinisch-pflegerischen Erkenntnisse zu gewährleisten. Weil es stetig zu neuen Erkenntnissen kommt, ist eine fortwährende Weiterbildung also unabdingbar.

  • Erhaltsfortbildungen
  • Erweiterungsfortbildungen
  • Anpassungsfortbildungen
  • Aufstiegsfortbildungen
  • Fortbildung zum/zur Wachkomatherapeut*in

    Menschen die im Koma oder Wachkoma liegen sind schwerkrank. Dennoch sind sie mit ihrer Umgebung, ihren Angehörigen und anderen Menschen verbunden. Es ist möglich, durch Bindungen und Beziehungen zu anderen Menschen die Bewusstseinsentwicklung zu stärken und zu fördern. Dafür bedarf es aber einer angemessenen Pflege. Pflegekräfte können die Chance nutzen, sich bei der Deutschen Gesellschaft für pflegerische Weiterbildungen weiterzubilden. Sie können so beispielsweise Wachkomatherapeut*in werden.

    Welche Vorraussetzungen benötigt man?
    Als Voraussetzung für diese Weiterbildung muss man eine abgeschlossene Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Altenpfleger*in, Physiotherapeut*in, Ergotherapeut*in oder Logopäd*in haben. Anschließend gibt es zwei unterschiedliche Qualifikationen, die man erreichen kann. Zum einen kann man des die Weiterbildung als „Fachtherapeut*in für die außerklinische Intensivpflege und Menschen im Wachkoma“ abschließen. Hierfür wird eine mindestens 200 Stunden umfassende Qualifikation in der Beatmungspflege vorausgesetzt. Die zweite Möglichkeit ist es die Weiterbildung ohne die Qualifikation in der Beatmungspflege zu machen und sich zum/zur Wachkomatherapeut*in ausbilden zu lassen.

    Welche Kenntnisse erlernt man?
    Bei der Weiterbildung sollen praxisbezogene Kenntnisse erlernt werden. Dabei geht es nicht nur pflegewissenschaftliche, sondern auch um medizinische und therapeutische Maßnahmen. Die Aufgaben eines/einer Wachkomatherapeut*in umfassen neben Therapie-, Pflege-, und Betreuungsprozessen auch Diagnose- und Assessmentaufgaben. Unter anderem gehören zur Wissensvermittlung auch die systemischen Kompetenzen der familienzentrierten Pflege. Es geht hierbei darum familientherapeutische Handlungskompetenzen anzuwenden, also in schwierigen Familiensituationen lösungsorientiert zu handeln und zu beraten. Außerdem qualifiziert man sich durch das Erlangen pädagogischen Wissens für wichtige Schlüsselpositionen bei der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung.

  • Ausbildung zum/zur Hygienebeauftragten

    In jedem gesellschaftlichen Bereich spielt Hygiene eine große Rolle. Ob nun in einem großen Lebensmittelbetrieb oder einer Schule, Hygienemaßnahmen gibt es überall. Besonders im Gesundheitswesen müssen Standards und Vorgaben eingehalten werden, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen. Neben der Weiterbildung zur Hygienefachkraft haben Pflegekräfte die Möglichkeit, sich zum/zur Hygienebeauftragten ausbilden zu lassen.

    Aufgaben von Hygienebeauftragten
    Als Hygienebeauftragte*r sind die expliziten Aufgaben häufig in der Stellenbeschreibung der jeweiligen Einrichtung auch genau beschrieben. Da Hygienebeauftragte neben ihrer Aufgabe weiter als Pflegefachkraft arbeiten, sollten die Details vor Antritt der Stelle festgelegt werden. Dazu zählen der genaue Verantwortungsbereich, sowie die exakte Festlegung, welche Ressourcen genutzt werden können. Zudem müssen Dinge wie Weisungsbefugnisse vorher mit dem Arbeitgeber geklärt werden. Während sich die Hygienefachkraft darum kümmert, die Umsetzung der hauseigenen Vorgaben zur Hygiene zu überwachen, ist der/die Hygienebeauftragte dafür zuständig, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Hygiene eingehalten werden.
 Hygienebeauftragte nehmen dann in der Praxis eine beratende Funktion ein und stehen in engem Austausch mit der Geschäftsführung. Ihre Aufgaben bestehen u.a. darin Hygienemanagement-Systeme zu konzipieren und deren Einhaltung zu überwachen. Zudem können je nach Absprache Maßnahmen zum Infektionsschutz eingeleitet werden. Zudem initiiert der/die Hygienebeauftragte Untersuchungen ob die Hygieneprozesse und Hygienerichtlinien die geforderten Standards erfüllen. Dabei steht er/sie ebenfalls in enger Kommunikation mit dem/der Qualitätsmanager*in. Dabei handeln sie je nach Einrichtung und Einsatzort unter den rechtlichen Vorraussetzungen des Arzneimittelgesetzes (AMG), des Medizinproduktegesetzes (MPG) und des Infektionsschutzgesetzes (IfSG).

    Welche Vorraussetzungen benötigt man zur Fortbildung?
    Um an der Weiterbildung zum/zur Hygienebeauftragten teilnehmen zu können, müssen die Teilnehmer*innen gewisse Vorraussetzungen erfüllen. Genau wie bei der Weiterbildung zur Hygienefachkraft benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der Pflege. Häufig verlangen Anbieter der Schulungen zusätzlich mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Hinzu kommen die persönlichen Vorraussetzungen. Man muss immer auf dem Laufenden bleiben, was Neuerungen oder Gesetzesänderungen im Hygienebereich angeht. Dafür benötigt es den Willen sich ständig weiterbilden zu wollen und nicht in der Entwicklung zu stagnieren. Inhalt und Dauer Wenn man die Vorraussetzungen erfüllt, ist man bereit für die Weiterbildung zum/zur Hygienebeauftragten. Um als Hygienebeauftragte*r gewissenhafte Arbeit leisten zu können, wird den Teilnehmer*innen während der Fortbildung alles auf dem Gebiet der ambulanten und stationären Hygiene näher gebracht. Dazu zählen u.a. mikrobiologische Grundlagen, die Lehre über Infektionskrankheiten, sowie die gesetzlichen Hygienegrundlagen. Hinzu kommen Themen, wie ein gutes Qualitätsmanagement. Die Dauer der Fortbildung kann je nach Bundesland variieren. Die berufsbegleitende Weiterbildung ist in Theorie und Praxis unterteilt. Oft sind es mindestens 240 Theoriestunden und 160 Praxisstunden. Am Ende der Weiterbildung steht eine schriftliche Prüfung, eine Facharbeit und ein Kolloquium.

  • Ausbildung zur Hygienefachkraft

    Durch eine gute Hygiene kann die Ausbreitung von Krankheiten durch den Menschen vorgebeugt werden. Besonders in gesundheitlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen muss auf Hygienestandards geachtet werden. Um eine optimale Hygiene zu gewährleisten, benötigt es fachgeschultes Personal. Dafür haben Pflegekräfte die Möglichkeit an einer Fortbildung zur Hygienefachkraft teilzunehmen. Die Aufgaben einer Hygienefachkraft Seit 1977 haben ausgebildete Pflegefachkräfte, die mindestens zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen können, die Möglichkeit sich zur Hygienefachkraft weiter- und ausbilden zu lassen. Die Aufgaben einer Hygienefachkraft bestehen im Kern darin, die Einhaltung der Hygienevorschriften in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen zu überwachen. Dies tun sie oft gemeinsam mit anderen spezialisierten Mitarbeiter*innen wie bspw. Hygienebeauftragten oder Ärzt*innen. Zudem stehen sie jederzeit als Berater*in für andere Mitarbeiter*innen zur Verfügung und erfassen die möglicherweise auftretenden Infektionen. Dafür führen sie regelmäßige Kontrollen aller hygienisch wichtigen Bereiche durch und erstellen oder überarbeiten im Anschluss Hygiene-, Reinigung oder Arbeitspläne. Neben der beratenden Funktion unterstützen sie Mitarbeiter*innen in dem sie Hygieneschulungen durchführen. Und die Weiterbildung lohnt sich auch in finanzieller Hinsicht – In der Regel liegt das Gehalt über dem einer Pflegefachkraft ohne die Weiterbildung.

    Welche Vorraussetzungen benötigt man zur Fortbildung?
    Die wichtigste Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Pflege. Zudem müssen Bewerber*innen mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in der Pflege vorweisen können.
Neben den formalen Vorraussetzungen benötigt man für die Aufgabe als Hygienefachkraft auch einige persönliche Vorraussetzungen. Als Hygienefachkraft muss man immer auf dem neusten Stand sein und sich über Neuerungen im Bereich Hygiene informieren. Es muss der Wille bestehen, sich immer weiterbilden zu wollen. Ein genaues und strukturiertes Arbeiten ist ein elementarer Bestandteil der Aufgabe.

    Inhalt und Dauer
    Sollte man alle zuvor genannten Vorraussetzungen erfüllen, ist man bereit für die Weiterbildung zur Hygienefachkraft. Bei der Fortbildung handelt es sich um eine staatlich anerkannte Fachweiterbildung. Die Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. ist unter anderem im Deutschen Pflegerat vertreten und sorgte für die Etablierung der Fachweiterbildung. Zudem sind sie auch für das Curriculum der Weiterbildung zuständig. 
Die Fortbildung dauert 2 Jahre und umfasst neben der allgemeinen Hygiene auch Themen wie Epidemiologie von Infektionskrankheiten oder Sozialwissenschaftliche Grundlagen. Neben dem theoretischen Teil müssen die Teilnehmer*innen zudem einen praktischen Teil in Form eines mindestens 30-Wöchigen Praktikums absolvieren, um für die staatliche Abschlussprüfung zur Hygienefachkraft zugelassen zu werden.

  • Basiskurs: Fachkraft für außenklinische Intensivpflege

    Die Pflege von beatmungspflichtigen Patient*innen ist keine einfache Angelegenheit. Diese Aufgabe erfordert hohe qualitative Standards. Sowohl strukturell und technisch, aber auch pflegerisch werden an Pflegefachkräfte bei der Versorgung von beatmeten Menschen hohe Anforderungen gestellt. Daher muss jede Pflegefachkraft, die in der außerklinischen Intensivpflege arbeiten möchte, einen qualitätsgesicherten Basiskurs absolvieren, der vom Intensivpflegeverband Deutschland e.V. (IPV) überprüft wird.

    Voraussetzung für den Basiskurs
    Der Basiskurs verfolgt als Ziel den Wissensstand der Teilnehmer*innen zu aktualisieren und sie für die komplexen Anforderungen der außerklinischen Intensivpflege zu qualifizieren. In erster Linie soll der Kurs für eine Qualitätssteigerung in der Versorgung sorgen, um den Patient*innen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. Dabei werden natürlich gesetzliche und vertragliche Vorgaben genauestens eingehalten. Die Teilnahme am Basiskurs ist im Vorfeld einer Teilnahme am ebenfalls IPV-zertifizierten Expertenkurs verpflichtend. Dabei gilt es zu beachten: Der Zeitraum zwischen dem Basiskurs und dem Expertenkurs darf zwei Jahre nicht überschreiten.

    Voraussetzungen für die Fortbildung
    Um an der Fortbildung teilnehmen zu können, muss man eine abgeschlossene Ausbildung zur Pflegefachkraft mitbringen. Die Zielgruppe dieser Fortbildung sind Pflegekräfte in ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegekräfte in der außerklinischen Intensivversorgung und examinierte Pflegekräfte, die in der Intensivpflege tätig werden wollen oder es bereits sind und ihr Wissen vertiefen möchten. Die Persönlichen Vorraussetzungen für die Arbeit in der Intensivpflege sind die selben, wie auch überall in der Pflege: Neben einer gründlichen Arbeitsweise und guten Menschenkenntnissen ist eine gewisse Zuverlässigkeit bei einer derart verantwortungsvollen Aufgabe unabdingbar.

    Inhalt und Dauer
    Wenn man diese Vorraussetzungen erfüllt und sich entschließt, an dem Kurs teilzunehmen, ist es wichtig zu wissen, welche Inhalte genau behandelt werden und wieviele Stunden er umfasst. 
Im Kurs erlernen die Teilnehmer die Basics der außerklinischen Intensivpflege. Dazu zählen neben praktischen Prozessen auch die Grundlagenbegrifflichkeiten der außerklinischen Pflege. Zu den behandelten Themenkomplexen gehören u.a. die Physiologie der Atmung und Beatmung, die Technik der Beatmungsgeräte, Hygienemanagement sowie das Tracheostomomanagement. Der Kurs ist dabei in 3 Teile gegliedert. Der erste Teil umfasst die Theoriestunden. Anschließend muss ein Praktikum in einer außerklinischen Beatmungspflegeeinrichtung absolviert werden. Schlussendlich mündet der Aufbaukurs in eine Facharbeit, welche die Theorie mit der Praxis verknüpfen soll. Am Ende erhalten die Teilnehmer ihre Zusatzqualifikation zur „Pflegefachkraft für Außerklinische Beatmung“.

  • Aufbaukurs: Experte für außerklinischen Intensivpflege

    Die eigenständige Pflege von beatmungspflichtigen Patient*innen ist keine einfache Angelegenheit. Diese Aufgabe erfordert hohe qualitative Standards. Sowohl strukturell und technisch, aber auch pflegetechnisch werden an Pflegefachkräfte bei der Versorgung von beatmeten Menschen hohe Anforderungen gestellt. Aus diesem Grund haben Pflegefachkräfte die Möglichkeit, einen Aufbaukurs zum/zur „Experten/Expertin für Außerklinische Intensivpflege“ zu machen.

    Der Expertenkurs zum/zur Expertin für Außerklinische Intensivpflege ist der zweite Teil der vom Intensivpflegeverband Deutschland (IPV) entwickelten Weiterbildung für Pflegefachkräfte, die sich für den Bereich der außerklinischen Intensivpflege qualifizieren wollen. Somit schließt er an den Basiskurs an. Die Voraussetzung dabei ist, dass der Zeitraum zwischen dem Basiskurs und dem Expertenkurs nicht länger als 2 Jahre sein darf. Der Expertenkurs ist dabei für Pflegekräfte gedacht, die noch mehr Verantwortung und Fachkompetenz erlernen möchten. Also besonders für Pflegefachkräfte, die eine leitende Funktion wie Team,- Gruppen- oder Wohnbereichsleitung oder eine andere leitende Funktion wie Praxisanleitung in ihrem Betrieb übernehmen möchten.

    Voraussetzung für Expertenkurs
    Um am Expertenkurs teilnehmen zu können, müssen die Teilnehmer*innen eine abgeschlossene Ausbildung in der Pflege mitbringen. Zudem muss der Basiskurs maximal 2 Jahre vorher abgeschlossen worden sein. Persönliche Vorraussetzungen für die Arbeit in der Intensivpflege sind die selben wie überall in der Pflege. Neben einer gründlichen Arbeitsweise und guten Menschenkenntnissen ist eine hohe Zuverlässigkeit bei einer derart verantwortungsvollen Aufgabe unabdingbar. Gerade bei einer angestrebten Führungsposition sind diese Faktoren enorm wichtig.

    Inhalt und Dauer


    Der Expertenkurs ist wie der Basiskurs in drei Abschnitte unterteilt. Zunächst sind das knapp 60 Theoriestunden, in denen den Teilnehmer*innen Sozial- und die Fachkompetenz vermittelt werden sollen. Dabei gehen diese inhaltlich intensiver auf die Materie ein als beim Basiskurs. Unter den Themenkomplexen sind u.a. Organisation / Überleitungsmanagement, Ernährungsmanagement, Hygiene, Atemtherapie und maschinelle Beatmung. Zu den Theoriestunden kommt ein mind. 40-stündiges Praktikum in einer Klinik oder ähnlichen Einrichtung, die eine Patient*innenversorgung mit nicht-invasiver und invasiver Beatmung aufweist sowie eine schriftliche Facharbeit inklusive mündlichem Kolloquium. Im Anschluss an den Kurs sind die Teilnehmer*innen in der Lage, die Fachbereichskompetenz für die Patient*innen in ihren Einrichtungen und Betrieben zu übernehmen.

  • Weiterbildung zur Pain Nurse

    In der Pflege gehört die Linderung bzw. Behandlung der Schmerzen von Patient*innen zu den festen Aufgaben der Pflegekräfte dazu. Vor allem in Pflegeheimen, Hospizeinrichtungen und Intensivstationen sind die Fachkräfte, genannt Pain Nurses, besonders gefragt. Was dich während und nach der Weiterbildung zur Pain Nurse erwartet, verraten wir dir hier.

    Aufgabenfeld
    Als Pain Nurse liegt deine Hauptaufgabe im Schmerzmanagement deiner Patient*innen. Du linderst und kontrollierst chronische und akute Schmerzen und passt die Schmerztherapien dabei individuell an jede*n Patient*in einzeln an. Dabei stehst du immer in persönlichem Kontakt zu den Patient*innen und Angehörigen, aber auch zu dem behandelnden ärztlichen Fachpersonal. Du berätst die Beteiligten, führst die Schmerztherapien aber auch selber durch. Bist du in einem Krankenhaus tätig, kümmerst du dich außerdem um die frisch Operierten und stattest ihnen regelmäßige Besuche ab. Auch die Erfassung und Dokumentation der Schmerzen gehört zu deinem Aufgabenfeld als Pain Nurse dazu.

    Voraussetzungen
    Um an einer Weiterbildung zur Pain Nurse teilnehmen zu dürfen, musst du eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung in der Pflege (hierzu zählt auch eine Ausbildung als Physiotherapeut*in) vorweisen können. Einige Ausbildungsstellen verlangen zusätzlich einen Nachweis über eine gewisse Berufserfahrung. Diese liegt in den meisten Fällen aber höchstens bei einem Jahr. Es gibt aber auch einige persönliche Vorraussetzungen, die du als Pain Nurse bestenfalls erfüllen solltest. Die Kommunikation mit den Patient*innen, die akute Schmerzen haben, kann sich oft etwas schwieriger sein. Daher solltest du besonders nervenstark sein und ein umfassendes Maß an Geduld aber auch Empathie mitbringen. Die Arbeit mit den schmerzerfüllten Patient*innen wird dir eventuell sehr nahe gehen. Es ist wichtig, dass du hier in der Lage bist, eine gewisse Distanz zu ihnen zu bewahren. Manche Kurse beinhalten deshalb theoretische Elemente wie zum Beispiel „persönliche Selbstpflege“.

    Inhalt & Dauer
    Die Berufsausbildung als Pain Nurse unterliegt keiner gesetzlichen Regelung. Daher können sich die Inhalte bei den verschiedenen Anbietern unterscheiden. Achte unbedingt darauf, dass die Ausbildung vom TÜV zertifiziert ist und du am Ende, nach deiner Prüfung, ein Zertifikat basierend auf dem schmerztherapeutischen Curriculum der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. erhältst. Nur dann ist dein Abschluss staatlich anerkannt. Ist er dies nicht, dann wird er teilweise auch von potenziellen Arbeitgeber*innen nicht gleich gewertet. Zu den Inhalten können Fächer gehören wie zum Beispiel Pharmakologie, Schmerzvermeidung, medikamentöse und nicht-medikamentöse Schmerztherapie sowie hirnpsychologische Grundlagen. Die Ausbildung baut immer auf dem, in vorherigen pflegerischen Ausbildungen vermittelten, Grundwissen auf. Je nach Anbieter solltest du für die Berufsausbildung 80 – 200 Stunden einplanen. Du kannst sie in Vollzeit, Teilzeit oder sogar als Fernstudium absolvieren. In Vollzeit wirst du von Montag bis Freitag von ca. 8 – 17 Uhr theoretischen Unterricht haben. Teilweise gehören hier auch praktische Elemente dazu. Möchtest du die Ausbildung als Pain Nurse in Teilzeit absolvieren, weil du weiter als Pflegekraft arbeiten möchtest, dann hast du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst an monatlichem Blockunterricht teilnehmen oder den Unterricht in den Abendstunden bzw. in Wochenendseminaren erledigen. Die einzelnen Variationen unterscheiden sich natürlich auch qualitativ und inhaltlich. Das kann auch deine Jobsuche beeinflussen. Sei hier also besonders vorsichtig und wähle dein System für die Berufsausbildung sorgfältig aus. Ist deine gewählte Ausbildung aber vom TÜV zertifiziert und mit der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. verbunden, dann bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Die Kosten für die Pain Nurse Ausbildung liegen, in der Regel, bei 500 – 2.000 Euro. Es gibt Möglichkeiten für diverse staatliche Finanzierungen, du kannst dir die Berufsausbildung aber unter Umständen auch von deinem aktuellen Arbeitgeber finanzieren lassen.

    Deine Chancen
    Die pflegerische Berufsausbildung bzw. Weiterbildung bringt nicht zwangsläufig ein höheres Gehalt mit sich. Natürlich hast du aber mit den höheren Qualifikationen eine gute Grundlage, auf die du eine Verhandlung für eine Gehaltserhöhung, stützen kannst. In der Regel verdienst du als Pain Nurse zwischen 1.700 – 2.200 Euro im Monat. Dein Gehalt hängt aber natürlich auch vom Bundesland und von der Größe des Unternehmens ab. Oft arbeitest du als Pain Nurse nur tagsüber und hast selten Nacht- oder Wochenenddienste. Wenn du auf der Suche nach einer Stelle als Pain Nurse bist, dann melde dich gerne bei uns. Unsere Recruiter*innen helfen dir bei der Bewerbung und gemeinsam finden wir das richtige Unternehmen für dich.

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