23 Nov, 2021

Die Digitalisierung stellt Führungskräfte in der Pflege vor neue Herausforderungen

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Symbolbild Führungskraft
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Die Digitalisierung unserer Gesellschaft macht auch vor der Pflegebranche nicht halt. Viele Prozesse werden in der Zukunft durch digitale Technologien und Innovationen unterstützt und optimiert. Gerade in der Corona-Zeit ist klar geworden, dass auch im Gesundheitswesen neue digitale Wege eingeschlagen werden müssen und alle Parteien des Bundestags haben sich für die nächste Legislaturperiode vorgenommen, diesen Wandel voranzubringen. Die Digitalisierung birgt das Potenzial, den Alltag von Pflegekräften deutlich zu verbessern und den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. Mit neuen Technologien gehen aber auch neue Herausforderungen einher – insbesondere die Führungskräfte müssen sich auf Innovationen einlassen, damit der Digitalisierungsprozess gelingt.

 

Kommunikation als Schlüssel

Gute Kommunikation ist notwendig, damit die Zusammenarbeit als Team funktioniert. Ein Großteil des Austauschs findet aber längst nicht mehr von Angesicht zu Angesicht statt, sondern erfolgt über Messenger-Dienste. Diese Art des Dialogs hat viele Vorteile: es geht schnell und Nachrichten sind von überall aus zu empfangen und zu versenden. Es ist allerdings schwierig, über Kurznachrichten Emotionen zu vermitteln und zu deuten. Hier sind die Führungskräfte gefragt: Sie müssen auch im digitalen Raum für eine gesunde Gesprächskultur sorgen, ein Kommunikationsmittel wählen, das die nötige Sicherheit bietet und von den Mitarbeiter*innen mit Freude genutzt wird. Trotz allem sollten direkte Gesprächsangebote bestehen bleiben – digitale Kanäle können zwar eine gute Ergänzung sein, aber sie können den persönlichen Austausch nicht komplett ersetzen.

Bunte beschriftete Notizzettel

Menschenführung wird immer wichtiger

Der Einbezug neuer Technologien verlangt besonders den älteren Mitarbeiter*innen viel ab. Während die jüngeren Kolleg*innen schon mit digitaler Technik aufgewachsen sind und sich daran auch bei der Arbeit schnell gewöhnen, dauert es bei älteren Menschen oft länger. Hier ist es die Aufgabe der Führungskraft, zwischen den Generationen zu vermitteln und denjenigen, die sich zu Beginn mit den digitalen Hilfsmitteln schwertun, eine gute Hilfestellung zu bieten. Führungskräfte müssen sensibel auf solche Unterschiede in ihrem Team reagieren und bestenfalls eine Kultur der Zusammenarbeit etablieren. Wenn man sich gegenseitig unterstützt, wird Neues viel schneller erlernt.

Welche Veränderungen gibt es zwischen Führungskräften und Pflegekräften?

Die Digitalisierung fördert das agile Arbeiten. Das bedeutet, dass die Grenzen zwischen den verschiedenen Abteilungen verschwimmen. Dadurch kann es zu Unsicherheiten darüber kommen, wer für für welche Aufgabe zuständig ist. In dieser Situation, dass Führungskräfte trotz der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit klare Verantwortungsbereiche definieren. Die Führungskraft muss allerdings auch offen dafür sein, wenn Pflegekräfte mehr Eigenverantwortung übernehmen wollen und Initiative zeigen. Die klassischen Hierarchien und Strukturen sind mittlerweile veraltet. Der Trend geht hin zu einem Austausch auf Augenhöhe zwischen Führungskräften und Mitarbeiter*innen. Dadurch wird auch die Art der internen Kommunikation verändert. Im Gegensatz zu veralteten Kommunikationshierarchien wird ein Netzwerk geschaffen, in dem Wissen und Kompetenz geteilt werden. Jeder muss die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Die Führungskräfte sind dafür verantwortlich, dies zu fördern.

Männer und Frauen in Anzügen stehe und sitzen lächelnd an einem Tisch

Beschleunigte Prozesse in der heutigen Zeit

Parallel zur Beschleunigung vieler Prozesse muss jede Führungskraft den Willen haben, sich kontinuierlich weiterentwickeln zu wollen. Das gilt sowohl für fachliche als auch für zwischenmenschliche Kompetenzen. Gerade im medizinischen Bereich gibt es immer wieder neue Erkenntnisse und neue Technologien. Um nicht abgehängt zu werden, muss beständig Neues gelernt werden. Hier sollten Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen. Ebenso wie für die Mitarbeiter*inne, gilt auch für die Führungskräfte: Stillstand statt Entwicklung bedeutet Rückschritt. Deshalb sollten von Mitarbeiter*innen wie von Führungskräften regelmäßig Fort- und Weiterbildungen besucht werden.

Quellen:

Springer: springer.com/chapter/

MplusCo: www.cliniserve.de

Morethandigital: morethandigital.info/herausforderungen-an-fuehrung-in-der-digitalen-welt/

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