15 Dez, 2021

Arbeit an Weihnachten: Das sollten Pflegekräfte dazu wissen

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Weihnachtsarbeit in der Pflege
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„Fröhliche Weihnacht überall“ verspricht das bekannte deutschsprachige Weihnachtslied. Ein schönes Weihnachtsfest kann man nicht nur zuhause mit seiner Familie und seinen Freunden verbringen, sondern auch mit seinen Patient*innen in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Pflegediensten. Auch wenn du Heiligabend vielleicht nur ungerne auf der Arbeit verbringst – wenn du das Lächeln und die Freude deiner Patient*innen wahrnimmst, nimmst du die unbeliebte Schicht vielleicht doch gerne in Kauf. Das solltest du alles zu den Weihnachtsschichten in der Pflege wissen: 

 

Gesetzliche Sonn- & Feiertage in der Pflege

Heiligabend zählt in Deutschland nicht zu den gesetzlichen Feiertagen. Fällt der 24. Dezember also auf einen Wochentag, muss man seiner normalen Arbeit nachgehen. In der Regel schließen Unternehmen an Weihnachten aber schon eher. In der Pflege ist das nicht möglich, da die Patient*innen weiter versorgt werden müssen. Im Gegensatz zum 24. Dezember, zählen der 25. & 26. Dezember, sprich der erste und der zweite Weihnachtstag, zu den gesetzlich festgelegten Feiertagen.

In Bezug auf die Pflege heißt es in §9 ArbZG und §10 ArbZG:

„Sofern die Arbeiten nicht an Werktagen vorgenommen werden können, dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen abweichend von § 9 beschäftigt werden… in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen.“

Oft gibt es dazu aber auch einen Paragraphen in deinem Arbeitsvertrag. Ob die Chance besteht, dass du an Weihnachten eingesetzt wirst, kannst du also schon im Vorfeld klären.

Gemeinsame Planungen

Es lohnt sich für dich, wenn du an der Planung der Feiertagsdienste aktiv teilnimmst. Viele Leitungskräfte sind froh darüber, wenn sie von ihren Mitarbeiter*innen vorgeschlagen bekommen, wer an den Weihnachtstagen welche Schichten übernehmen kann. Durch eine Absprache mit allen Kolleg*innen findet ihr vielleicht eine gemeinsame Lösung, mit der alle zufrieden sind. Es gibt viele Leute, die niemanden haben, mit dem sie das Weihnachtsfest verbringen können und freiwillig den unbeliebten Dienst übernehmen. Sprich dich also mit deinen Kolleg*innen ab und erstelle mit ihnen einen Wunschplan, an dem sich eure Personalleitung gegebenenfalls orientieren kann.

Gelb-weißer Kalendar

Vorteile der Weihnachtsarbeit

Neben dem Ersatzruhetag, der dir laut § 11 ArbZG zusteht, gibt es noch ein paar andere Vorteile, die die Arbeit an Weihnachten mit sich bringt. Zwar gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf die „Weihnachtszuschläge“, viele Betriebe bieten diese aber trotzdem an, um ihren Mitarbeiter*innen einen Anreiz zu geben, die Schichten zu übernehmen. Das Einkommenssteuergesetz §3b legt fest, dass die Zuschläge für die tatsächlich gearbeitete Arbeit an diesen Tagen steuerfrei sind. Dabei gibt es aber einige Dinge zu beachten. Am 24. Dezember ab 14 Uhr und am 25. & 26. Dezember darf das Verhältnis zum Grundlohn 150 Prozent nicht überschreiten, sofern der Grundlohn den Betrag von 50 Euro pro Stunde nicht überschreitet. Davon ausgeschlossen sind allerdings die Sozialbeiträge. Eine Beitragsfreiheit gilt hier nur, wenn der Grundlohn nicht mehr als 25 Euro die Stunde beträgt.

Lass dich nicht ausnutzen

Deine Rechte solltest du, gerade in Bezug auf die Arbeit an Sonn- und Feiertagen, unbedingt kennen. Lass dich nicht ausbeuten! Du hast das Recht auf mindestens 15 freie Sonntage im Jahr. Solltest du für einen Weihnachtsdienst eingeteilt werden und deshalb deinen Urlaub zwischen den Jahren nicht nehmen können, so muss dein Urlaubsanspruch auf das neue Jahr übertragen werden und verfällt nicht.

Quellen:

Unternehmenswelt.de: www.unternehmenswelt.de/arbeiten-an-heiligabend-weihnachten-und-silvester

Domradio.de: www.domradio.de/themen/weihnachten

Pflegebibel.de: die-pflegebibel.de/feiertage-aber-nicht-fuer-pflegekraefte

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