15 Nov, 2022

Corona und Weihnachten in 2022 – Das kommt auf die Pflege zu

Nina nina
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Eine Atemschutzmaske hängt an einem Baumwollfaden mit Tannenzweigen und roten Christbaumkugeln.
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Ein weiterer Corona-Winter steht uns auch 2022 bevor und damit kommt auch wieder die Frage auf: Wie werden wir in diesem Jahr Weihnachten und Silvester verbringen? Nachdem in den letzten beiden Jahren die Familienfeste und Feiern eher klein ausgefallen sind und wir unsere Kontakte auf den engsten Kreis beschränkt haben, werden 2022 vermutlich wieder viel mehr Menschen an den Feiertagen aufeinander treffen. Eine Wiederholung der strengen Regelungen scheint zumindest vorerst nicht geplant zu sein. (Stand: 15.11.2022)

 

Die Ausgangslage ist besser als 2021 und 2020

Die aktuellen Coronazahlen sind in diesem Jahr bereits deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren. Auch die letzte Herbstwelle aus dem Oktober ist scheinbar überstanden – die Infektionszahlen sinken im November weiter. Die Anzahl an Ausbrüchen in medizinischen Einrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen sinkt ebenso. Zusätzlich ist der Krankheitsverlauf bei Infektionen mit der Omikron-Variante scheinbar seltener schwer, was auch internationale Studien bestätigen.

Expert*innen erwarten deshalb und aufgrund der voranschreitenden Immunisierung der Bevölkerung in diesem Jahr auch einen besseren Schutz, der sich auch auf die Hospitalisierungsrate positiv auswirken könnte. Trotz Optimismus: Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb geht laut einem Interview mit dem RND davon aus, dass die aktuelle Corona-Welle vorerst nicht die letzte sein wird. Varianten der verschiedene Omikron-Abkömmlinge könnten ebenfalls dazu beitragen.

Auffrischungsimpfungen weiter empfohlen

Ältere Menschen und Risikopatient*innen sollten deshalb weiterhin auf Auffrischungsimpfungen setzen und diese nicht vernachlässigen. So könnten schwere Krankheitsverläufe am Besten vorgebeugt werden. Für alle anderen gilt außerdem: Es sollte weiterhin vorsichtig gehandelt werden. Weihnachten und Silvester sind eine persönliche Risikoabwägung. Die Bürger*innen stehen vor der Entscheidung: Will ich eine Ansteckung bei der Familienfeier riskieren? Gesetzliche Regelungen gibt es bisher keine zu den Feiertagen. Es scheint, als würde diese Entscheidung in 2022 den Bürger*innen selbst überlassen. Das Risiko sollte dabei aber allen bewusst bleiben.

Zu wenig Konsequenz in der Pflege

In der Pflege ist diese Lockerheit jedoch scharf kritisiert worden. Patientenschützer*innen sehen aktuell eklatante Mängel beim Schutz der gefährdeten Gruppen. Denn die Patient*innen in Heimen, Pflegediensten oder Krankenhäusern können sich selbst nicht so gut schützen. Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, fordert deshalb von Bund und Ländern ein stärkeres Eingreifen. Stärkere Testregelungen können besser verhindern, dass Pflegekräfte oder Angehörige das Corona-Virus mit in die Einrichtungen bringen. Bei Ausbrüchen bräuchten die Nicht-Infizierten außerdem mehr Ausweichräume und personelle Unterstützung. Das alles ist bisher aber nicht vorgesehen. Eines der größten Probleme in diesem Winter könnte es sein, wenn nach und nach immer mehr Pflegepersonal erkrankt. Mediziner*innen schätzen, dass sich in ihren Häusern ein Viertel bis ein Drittel des Personals im Lauf von Herbst und Winter mit Corona anstecken könnte.

Maßnahmen, die zur Diskussion stehen

Realistische Corona-Maßnahmen, die aktuell zur Debatte stehen, sind eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen, eine Homeoffice-Quote von 50% sowie eine Reduzierung der Freizeitaktivitäten im privaten und öffentlichen Raum. Dazu würden Restaurantbesuche und private Treffen zählen.

Vorerst jedoch scheint es bei den Regelungen zu bleiben, die bereits jetzt schon in den Bundesländern gelten. Masken und Tests bleiben weiterhin erhalten, auch Abstand zu halten und regelmäßig zu Lüften sollte beibehalten werden.

Quellen

RND: www.rnd.de/gesundheit/corona-winter-2022-wie-werden-weihnachten-und-silvester-dieses-jahr.html

RND: www.rnd.de/gesundheit/corona-im-winter-2022-5-gute-und-4-schlechte-nachrichten.html

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