Süßigkeiten anstatt Prämie: So sagen Unternehmen ihren Teams Danke

Wieder einmal finden sich Menschen auf Twitter zusammen und tauschen sich aus. Diesmal in der Diskussion: Die abstrusen Geschenke von Arbeitgeber*innen an ihre systemrelevanten Angestellten während der Corona-Krise. Anstelle einer einfachen Gehaltserhöhung lassen sich anscheinend viele Unternehmen so einiges einfallen, um ihren Mitarbeiter*innen zu „danken“. Wir haben die außergewöhnlichsten dieser Geschenke für euch gesammelt und schauen auch, wie es in der Pflege diesbezüglich zugeht.

Dieser Artikel basiert auf einem Artikel der JETZT. Hier der Link zum Original-Post: www.jetzt.de

SYSTEMRELEVANT UND TROTZDEM KAUM GEWÜRDIGT

Wer während der Corona-Krise in den systemrelevanten Berufen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Supermärkten arbeitet, setzt sich einem großen Risiko aus. Und auch besonders diese Berufe mit großem Risikofaktor sind schlecht bezahlt. Deshalb wollen sich viele Unternehmen jetzt bei ihren Mitarbeiter*innen bedanken. Doch die Art und Weise wie sie dies tun, ist nicht unbedingt die großzügigste.

DANKE SAGEN MIT SÜSSIGKEITEN – DAS MUSS REICHE

In den USA erhielten viele Menschen anstelle eines gewünschten finanziellen Bonus ein materielles Dankeschön. Diese sind nicht immer wirklich hochwertig. Die Twitternutzerin „Milkvamp“ startete eine Diskussion indem sie in einem Tweet schrieb: „Mein bester Freund arbeitet bei Walmart. Das ist, was er gerade bekommen hat – anstelle von mehr Geld.“ Auf den von ihr geteilten zwei Bildern sieht man Süßigkeiten und einen einen Zettel, auf dem sich für ihr Engagement bedankt wird und auf dem das Management des Ladens unterschrieben hat. Das traurige: Diese Geschenke kommen oft nicht einmal von den Unternehmen selbst, sondern mussten von den Filialleitungen aus eigener Tasche bezahlt werden.

 

„DAS IST RESPEKTLOS!“

Viele Menschen reagierten im Internet auf diesen Tweet nicht wirklich begeistert oder sind sogar richtig wütend. Viele negative Kommentare finden sich inzwischen unter dem originalen Post. Eine Nutzerin schreibt zu Beispiel: „Dieser Mix aus billigen Süßigkeiten ist respektlos. Es ist eher ein Zeichen, das sagt: ‚Dein Leben ist mir egal‘, als ein Zeichen der Wertschätzung.“ Viele andere Twitternutzer*innen begannen auf den Post zu antworten und zeigten darunter ihre Präsente von ihren Arbeitgeber*innen:

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ZU WENIG ANERKENNUNG IST AUCH IN DEUTSCHLAND EIN PROBLEM

Das, was die US-Amerikaner*innen hier teilen, kennt man aktuell auch aus Deutschland. Die Kirche in Wolfsburg bedankte sich bei ihren Pflegekräften in Form von Kuchen – eine Geste, die vielen übel aufstoß.  Twitternutzer*innen reagierten auf diese Meldung mit Formulierungen wie „Beschämend und unwürdig“ oder „Wie wäre es mit mehr Gehalt und damit hoffentlich auch mehr Personal?“ Für Pflegekräfte wurde wochenlang applaudiert, doch eine dauerhafte Gehaltserhöhung gibt es nicht. Auch wenn Gesten wie das Klatschen nur gut gemeint sind, ärgern sich viele Betroffene inzwischen darüber – denn gegen Unterbezahlung, Überstunden und Ansteckungsgefahr hilft Klatschen dann ja doch nicht. Stattdessen kommt immerhin der Pflegebonus, doch auch den gibt es nicht für alle und so manche Arbeitgeber*innen sträubten sich dagegen. Zuletzt wurde auch bekannt, dass Arbeitgeber*innen im Land Hessen sich nicht an der Aufstockung des Pflegebonus beteiligen wollen – der fehlende Betrag muss jetzt aus dem Landeshaushalt entnommen werden.

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Welche Erfahrungen habt ihr während der Corona-Krise mit euren Arbeitgeber*innen gemacht? Habt ihr einen Bonus erhalten oder ein Geschenk und wart ihr damit zufrieden?

Quellen:

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/corona-praemie-arbeitgeber-beteiligen-sich-nicht-am-pflegebonus-16815525.html

https://www.jetzt.de/job/corona-krise-in-den-usa-was-menschen-systemkritischen-berufen-als-belohnung-angeboten-wird

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