Die richtige Ernährung im Pflegealltag

Zu viel Zucker, zu gehaltvoll und schlechte Fette: der hektische Berufsalltag in der Pflegebrache lässt sich in den Augen vieler nur schwer mit einer ausgewogenen Ernährung in Einklang bringen. Stimmt das oder ist es nur eine bequeme Ausrede?

SCHNELLE ZUBEREITUNG BEDEUTET MEISTENS AUCH UNGESUND


Die bunten Verpackungen der Convenience-Food Produkte (convenience für „Bequemlichkeit“, food für „Essen“) im heimischen Supermarkt lachen uns alle laut an. Meistens wesentlich lauter, als die gesunden, unverarbeiteten Geschwister in der Obst- und Gemüseabteilung. Da ist es nur verständlich, wenn hauptsächlich die einfachen Dinge im Einkaufswagen landen. Eben genau die Produkte, deren Packung nur aufgerissen werden muss bevor sie gleich im Mund oder erst in der Mikrowelle landen. Für die meisten Menschen liegt der große Vorteil eben genau in dem geringen Zeitaufwand, die man für die Zubereitung von Convenience-Food benötigt.

VIEL ZUCKER, FETTE UND SALZ ZU EINEM HOHEN PREIS

Leider sind dies auch die Vertreter, die wegen ihrer industriellen Produktion und den übertriebenen Zucker- und Salzzusätzen zu den ungesündesten gehören. Viel schlechtes Fett, viel Zucker, viel Salz, dafür wenig richtige Inhaltsstoffe. Dass es in der Obst- und Gemüseecke genau umgekehrt zugeht, ist wohl für niemanden etwas Neues. Wenn man die Menschen aber fragt, warum sie das ungesunde und teure Fertig-Essen der gesunden Ernährung vorziehen, wird neben der Unlust zu Kochen meist Zeit als entscheidender Faktor genannt. Dass selbstgemacht auch günstiger ist, scheinen die meisten zu wissen. Aber wollen wir uns die Bequemlichkeit wirklich so viel Geld und Gesundheit kosten lassen?

„EURE NAHRUNG SEI EURE MEDIZIN UND EURE MEDIZIN EURE NAHRUNG“ – HIPPOKRATES

Gesunde Ernährung heißt eben nicht nur Salat, gesund heißt ausgewogen und an die jeweilige Lebenssituation angepasst. Profisportler werden mit ihrem Kalorienbedarf von über 8000kcal am Tag über einen Salat als Mittagessen lachen. Menschen, die am Schreibtisch arbeiten und sich wenig bewegen haben aber genau das nötig. Ein fertiges Schoko-Croissant und eine Flasche Cola sind nämlich kein richtiges Essen. Strenggenommen sind sie nichtmal Nahrung, sondern krankmachender Blödsinn, den man als das behandeln sollte, was er ist: eine Süßigkeit.

KAMPF DEM STRESS MIT DER RICHTIGEN ERNÄHRUNG

Es ist längst bewiesen, dass wir in Stresssituationen häufiger zu Lebensmitteln mit einer hohen Energiedichte, eben Zucker und Fett, greifen. Daher gilt es gut vorbereitet zu sein, um im Falle eines niedrigen Blutzuckerspiegels vernünftige Alternativen griffbereit zu haben. 
Klar, der Pflegeberuf ist stressig, sehr stressig sogar. Kaum zu Hause, will man meistens nur noch aufs Sofa, schnell satt werden und dann seine Ruhe haben. Aber mit ein bisschen Zeitinvestition, lässt sich für einen selbst viel Gutes tun. Denn im Pflegealltag ist mehr gefragt, als nur Blattsalat. Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Proteine sollten die primären Sattmacher sein.

ZU VIEL KOCHEN LOHNT SICH

Denn, wer im Feierabend richtig kocht und ein bisschen klug plant, hat gleich doppelt etwas davon. Ein Mal ein vernünftiges, gesundes Abendessen und dann noch Reste, die sich wunderbar mit auf die Arbeit nehmen und bei Bedarf aufwärmen lassen. Sogenanntes „Meal Prep“ ist nicht nur in der Fitness-Szene beliebt. Für mehrere Tage lässt sich oft ganz leicht ein gesundes Essen vorbereiten.

Ein zeitloser Klassiker ist auch die gute alte Proviantbox, oder neudeutsch: Lunchbox. Mit ein bisschen Mühe wird aus dem traurigen Graubrot mit Aufschnitt eine appetitliche Mahlzeit. Ein bunt belegtes Vollkornbrot mit frischem Gemüse, vegetarischem Aufstrich, magerem Aufschnitt oder Pesto wird so schnell nicht langweilig. Für die Momente, in denen es wirklich ganz schnell gehen muss, sind eine Handvoll gesunder Nüsse, Obst oder Magerquark eine wesentlich bessere Lösung als der nächste Schokoriegel. Wichtig ist eben, seinen Nahrungsplan schon im Supermarkt auf dem Schirm zu haben, dann geht der Rest ganz schnell von der Hand.

Weiterführende Informationen gibt es unter:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Pflege/Praxisseiten_Pflege/10.0.2_Service_Material.pdf