7 spannende Buchempfehlungen für Pflegekräfte

Du liegst nach Feierabend im Bett und möchtest nach der anstrengenden Schicht runterkommen oder bist mit Bus oder Bahn auf dem Weg zur Arbeit? Du suchst eine Alternative zu Netflix oder Amazon Prime? Ein gutes Buch kann da nicht schaden! Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, sieben hochspannende Bücher vorzustellen, die besonders für Pflegekräfte interessant sein könnten.

 

House of God – Samuel Shem

In dem Roman, der 1978 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, beschreibt der Professor für Psychiatrie von der Harvard Medical School sehr zynisch die Ausbildung junger Ärzte. Anhand der Geschichte eines junge Assistenzarztes im Krankenhaus „House of God“ werden hier die Zustände in einem Krankenhaus genauer beleuchtet. Das ganze wurde zudem verfilmt und auch Serien wie „Scrubs – Die Anfänger“ und „Grey’s Anatomy“ weisen große Parallelen zum Roman auf. Und obwohl das Buch bereits Eineige Jahre alt ist, ist es trotz allem noch brandaktuell. Ein echter Klassiker für alle, die im Gesundheitswesen arbeiten und gerne Bücher voller schwarzem Humor und Sarkasmus lesen.

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Franziska Böhler – I´m a Nurse

In dem aktuellen Buch, das im August 2020 erschien, erzählt die deutsche Krankenpflegerin Franziska, die viele von euch über ihr Instagramprofil @thefabulousfranzi kennen werden, vom Stationsalltag in Krankenhäusern und Altenheimen. Schonungslos ehrlich präsentiert sie hier mehrere Fallgeschichten aus ihrem persönlichen Arbeitsalltag. Neben den herzergreifenden Geschichten über die Schattenseiten wie Personalmangel und Pflegenotstand vergisst sie dabei jedoch nicht die tollen Momente, aus denen sie sich auch für den Beruf in der Pflege entschieden hat.

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Der Riss – Pyun Hye-Young

Das im Jahre 2019 erschienene Buch „Der Riss“ von der südkoreanischen Autorin Pyun Hye-Young ist ein tiefsinniger Roman über einen Mann namens Ogi, der Schuld an einem Unfall und dem damit verbundenen Tod seiner Frau trägt und nun selbst seine Zeit schwer verletzt im Haus seiner Schwiegermutter im Bett verbringt und dort gepflegt wird. Kommunizieren kann Ogi nur durch das Zwinkern seiner Augen, was ihn vor viele Herausforderungen stellt. Der Autor beschreibt geht hier besonders ausführlich auf Ogis Gedankenwelt ein, man kann dem Charakter dabei zuschauen, wie er an seinen Schuldgefühlen zu zerbrechen droht. Besonders interessant könnte das Buch für alle sein, die sich in ihre Patient*innen besser einfühlen möchten. Zum Ende hin wird es dann auch noch richtig spannend und eine unerwartete Wendung folgt der anderen.

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Love to share – Beth O’Leary

„Love to Share – Liebe ist die halbe Miete“ ist eine romantische Komödie, die erstmals im Jahre 2019 erschienen ist. Das Buch handelt von Tiffy, die auf der Suche nach einer günstigen Bleibe auf Leon trifft, der Geld braucht und ein Zimmer hat. Optimal: Tiff arbeitet tagsüber Aals Lektorin und Leon nachts in einem Hospiz, daher können sie zusammen wohnen ohne sich zu sehen. Doch wie das leben so spielt soll es dabei nicht bleiben. Die pflege spielt hier eine eher untergeordnete Rolle, jedoch eignet sich dieses Buch wunderbar, um nach Feierabend damit abzuschalten.

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Small World – Martin Suter

Small World erschien erstmals 1997 und ist der erste Roman der „neurologischen Trilogie“ des Autors Martin Suter. Das Buch handelt von einer reichen Familie mit einem dunklen Geheimnis. Alle handelnden Charaktere sind eng miteinander verwoben. Mittendrin der Sohn der Konzernchefin Elvira Senn und sein bester Freund Konrad Lang, der schlussendlich an Altersdemenz erkrankt. Doch mit den schwindenden aktuellen Erinnerungen kommen immer mehr Erinnerungen an seine Kindheit zurück. Das Familiengeheimnis droht damit aufgedeckt zu werden. 
Ein spannender Roman, der die Themen Altersdemenz und Neurologie wunderbar und mitreißend aufgreift und erzählt.

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Mein Leben mit Martha – Martina Bergmann

n diesem autobiografischen Roman erzählt Martina Bergmann aus ihrem eigenen Leben mit Martha. Martha ist eine Frau, achtzig Jahre alt und dement. Ihr Mann ist verstorben und nun lebt sie gemeinsam mit Martina, die nur halb so alt ist, in einer Wohngemeinschaft. Martina erzählt interessante Anekdoten aus dem Leben mit einer dementen Person. Dabei kommt es zu kuriosen und zum Teil auch lustigen Situationen, welche die Autorin literarisch wunderbar verarbeitet hat. Das Buch dürfte besonders Pflegekräften gefallen, die mit an Demenz erkrankten Patient*innen zu tun haben und sich vielleicht selbst in der ein oder anderen Situation wiederfinden können.

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Die Erlöser-AG – Björn Kern

Der gesellschaftskritische Roman von Björn Kern erschien erstmals im Jahre 2007 und spielt in einem Berlin der Zukunft. In diesem Szenario wird durch den sich zuspitzenden demographischen Wandel die Sterbehilfe legalisiert. Das Buch gibt keine Meinung über eine potenzielle Sterbehilfe in Deutschland ab, sondern erzählt lediglich von potenziellen Szenarien, die aus ihr heraus resultieren könnten. Zum Teil beschreibt der deutsche Autor hier die körperlichen Leiden sehr ausführlich, was beim Klagenfurter Literaturwettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis zu einem Eklat führte. Der ehemalige Zivildienstleistende verteidigte sein Werk jedoch und gab an, nicht übertrieben zu haben. Das Buch wurde 2012 vom ZDF unter dem Titel „Komm, schöner Tod“ sogar verfilmt.

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