02 Dez 2022

Berufsverband für Pflegeberufe warnt vor Kollaps des Pflegesystems

Charline Charline Baselt
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Der Fachkräftemangel spitzt sich immer mehr zu. Laut des Deutschen Berufsverband der Pflege ist die Situation so dramatisch wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr. Leider ist dies keine neue Erkenntnis, dennoch ist es jetzt an der Zeit endlich etwas zu ändern, ansonsten steht der Zusammenbruch des Pflegesystems kurz bevor.

 

Ist die Pflege am Ende?

Die Vorsitzende des Deutschen Berufsverband für Pflegekräfte (Dbfk), Bienstein warnt vor einem Kollaps der Pflege. in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagt sie, dass eine qualitativ hochwertige Pflege schon jetzt „kaum möglich” sei. Die Warnung vor dem Zusammenbruch des Pflegesystems kommt wohl schon zu spät. „Wenn wir nicht schnell grundlegende Reformen bekommen, kann man die pflegerische Versorgung in Deutschland nicht mehr aufrechterhalten.”

Zahl fehlender Fachkräfte steigt rasant

Zuletzt ergaben Hochrechnungen, dass mehr als 200.000 Vollzeitkräfte in der Pflege fehlen. Und wie wir erst vor kurzem berichtet haben, wird diese Zahl in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen. Die Zahl der Pflegebeschäftigten ist zwar etwas gestiegen in den letzten Jahren, jedoch hat dies keine große Aussagekraft. Aus diesen Werten können nämlich weder Qualifikationsgrad noch Stellenumfang abgelesen werden. Darüber hinaus kommt, dass bis zu 70 Prozent des Pflegepersonals in Teilzeit arbeiten. Von der stetig steigenden Krankheitsquote ganz zu schweigen.

Eien Statistik, die den Personalmangel in den kommenden Jahren in der Pflege anzeigt

 

Wie geht es jetzt weiter?

Durch die Dichte des Arbeitsaufkommens aber auch den medizinischen Fortschritt der letzten Jahre wird die Kluft des Pflegenotstands immer größer. Die DbfK-Vorsitzende führt weiter aus, dass „rund 500.000 Kollegen und Kolleginnen in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen.”, die Kirsche auf der Sahnehaube vom Zusammenbruch des Pflegesystems.

Doch, dies kann nicht die Zukunft der Pflege sein oder bleiben. Seit Jahrzehnten klagen Pflegekräfte ihr Leid, ihre Hilferufe werden immer lauter, doch scheint sich nicht viel zu ändern. Faire Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung sowie eine Anpassung der Gesundheitsversorgung  sind nur einige Punkte, die Bienstein fordert, etwas, dass auch wir tagtäglich fordern.

Wir werden weiterhin unser Bestes für euch geben, Arbeitgeber*innen aus der Pflege zu finden, denen ihre Mitarbeiter*innen wichtig sind. Hört nicht auf für die Pflege einzustehen!

 

 

Quelle: RND/DbfK

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