Personalmangel in der Pflege: Kann ein Flex-Modell Entlastung bringen?

Charline Charline Baselt
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Momentan fehlen knapp 200.000 Pflegekräfte in Deutschland, laut Statistik soll der Personalmangel in der Pflege weiter ansteigen und so rechnet. man 2035 mit fast einer halben Million fehlender Fachkräfte in der Pflege. Um diesem Pflegenotstand entgegenzuwirken, versucht jeder seine eigene Art, das Klinikum-Westpfalz zum Beispiel, will künftig nach einem sogenannten Flex-Modell arbeiten, Doch, was bedeutet das genau?

So sieht die Lage in Deutschland aus

Wie auch viele andere warnt die Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Claudia Moll(SPD), vor einem sogenannten Pflege-Kollaps. Etwas, was viele Pflegekräfte seit Jahren bezeugen können und auch uns täglich erzählen. Die Lage ist dramatisch. Momentan sprechen wir von ca. 200.000 fehlenden Fachkräften in Deutschland und die folgende Statistik zeigt, es wird nicht besser. Im Gegenteil, in einigen Jahren haben wir mit bis zu einer halben Million fehlenden Fachkräften zu rechnen.

Zahlen in Millionen:

Eien Statistik, die den Personalmangel in den kommenden Jahren in der Pflege anzeigt

 

Entscheidender Ansatz im Klinikum Westpfalz?

Laut swr aktuell verfährt das Westpfalz-Klinikum seit Februar diesen Jahres nach einem neuen Konzept: dem Flex-Team. „Ziel ist es eine auf unsere Bedürfnisse abgestimmte flexible Reserve an Pflegefachpersonal zu rekrutieren, die die bestehenden Teams unterstützt”, sagt Andrea Bergsträße, Pflegedirektorin am Westpfalz-Klinikum und Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.Dadurch erhoffen sie sich vor allem, dass Personallücken durch hohe Flexibilität gefüllt werden können.

Wirklich so attraktiv und innovativ?

Doch, wie genau kann man sich das Modell nun vorstellen? Die Mitarbeiter*innen können flexibel und individuell entscheiden, zu welchen Zeiten sie arbeiten, unter Berücksichtigung ihrer Lebenssituation. Dies klingt vor allem attraktiv für diejenigen, die noch in der Berufsorientierung sind, gerade Eltern geworden sind oder noch nicht genau wissen, wie lange sie in der Pflege bleiben wollen. Außerdem soll der Dienstplan nach diesem Konzept immer zwei Monate zuvor fest stehen, dies gewährleiste die Dienstplanungssicherheit.

Zunächst klingt dieses Modell gut auf die Pflegekräfte abgestimmt und könnte funktionieren. Damit dieses Team funktioniert, dürfen jedoch nicht alle dieselben Lebenssituationen haben und vor allem wird es auch dann noch schwierig, wenn es zu Dienstausfällen durch Krankheit oder anderem kommt. Ob dieses Modell dem Personalmangel in der Pflege entgegenwirkt bleibt abzuwarten.

Würdet ihr in so einem Flex-Team arbeiten wollen?

 

Quellen: swr aktuell/statista

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