13 Jan 2020

Pflegen wie die Weltmeister

Pflegen wie Weltmeister
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Fußball ist eine Mannschaftssportart – doch genau das ist auch die Pflege. Und die Pflege kann sich noch einiges vom Weltmeister von 2014 abgucken. In jeder Klinik, jedem Pflegedienst ist ein Team, dass gut zusammen funktioniert und sich aufeinander verlassen kann, das wichtigste. Nur so läuft alles reibungslos ab und die Patient*innen werden verlässlich versorgt. Gutes Teamwork macht sich in beiden Branchen bezahlbar. Das eine führt zu einem Lächeln und das andere womöglich zur Weltmeisterschaft. 

1. Teamgeist


Sprüche wie „Nur zusammen schafft man Dinge, die man als Einzelner nicht schaffen würde.“ Oder „Jede Mannschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“ passen genauso gut in den Beruf der Pflegekraft. Gute und individuelle Pflege für die Patient*innen kann nur dann erfolgen, wenn die Pflegekraft sich mit seinem Mitarbeiterteam und seinen Patient*innen versteht. Bekanntlich ist Spaß und Freude ein wichtiger Bestandteil von Erfolg.

2. Kreative Spieler

Sowohl im Fußball als auch beim Pflegen: Mit nur einem Plan oder einer Taktik wirst Du kein Weltmeister. Pfleger*innen müssen, auch aufgrund der wachsenden Herausforderungen, individuell und kreativ arbeiten. Es muss sich auf die Bedürfnisse der Patient*innen eingelassen werden, um ihnen die bestmögliche Pflege bieten zu können. Dafür können auch mal unkonventionelle Methoden, wie Computerspiele gegen Demenz, echte Fortschritte bringen.

3. Ziele setzen

Ziele zu setzen, ist in jedem Bereich des Lebens sinnvoll und wichtig. Beim Pflegen kann man sich zum Beispiel kleine Therapie-Erfolge setzen. Dies hat nicht nur einen Mehrwert für das Team, sondern ist auch ein Motivationsschub für die Pfleger*innen und die Patient*innen. Denk immer daran, dass du ein Profi in deinem Beruf bist und nicht jeder das kann, was du machst !

4. Training & Feedback

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Training ist im Fußball eines der wichtigsten Bestandteile. Aber nicht nur dort, sondern auch beim Pflegen ist Training sehr wichtig. Durch das Training werden neue Methoden und Techniken, aber auch Beziehungen geschaffen, welche das Team enger bindet. Feedback vor allem ist sehr hilfreich für jüngere Pfleger*innen. Sie profitieren von der Erfahrung der älteren.

5. Spiel-Idee

Jeder Mensch hat seine eigenen Ideen, das Leben zu gestalten. Genauso verhält es sich in der Pflege, wo „Spiel-Ideen“ an den Arbeitnehmer*innen weitergegeben werden. Auch wenn man es mal nicht ganz nachvollziehen kann, versuch mitzuspielen. Manche Anweisungen sind vielleicht sinnvoller, als sie auf den ersten Blick wirken. Aber: Wenn du berechtigte Kritik äußern möchtest, dann mach das auch. Bleib dabei aber immer sachlich und respektvoll und erkläre deinen Standpunkt genau.

6. Leidenschaft

Mache dein Hobby zum Beruf. Na ja, vielleicht nicht wortwörtlich, aber Pflegen ist und soll deine Leidenschaft bleiben. Du hast privat Interessen, die du auch an deine Bewohner*innen weitergeben möchtest? Dann nutze deine Stärken und Hobbys und verbinde sie mit deinem Job, damit er dir wieder Spaß macht.

7. Siege feiern

Erfolge sind schön, denn man kann sie feiern. Wenn du Erfolge mit deinen Patient*innen erreicht hast, dann feier diese auch gebürtig. Du solltest vielleicht nicht wie die Fußballweltmeister mit einem lauten Jubelschrei feiern, aber Glückwünsche sind für dich und für den Patient*innen von wichtiger Bedeutung. Das Gleiche gilt auch für dein Kollegium: Motiviere andere Pflegekräfte, indem du sie für ihre Erfolge lobst. Wer gutes gibt, bekommt auch wieder gutes zurück.

8. Fitness, Technik und Taktik

Das sind drei wichtige Faktoren, die du im Fußball benötigst, um Weltmeister zu werden. Vergleiche es in der Pflegebranche mit Weiterbildung. Du hast schon lange nichts mehr für eine Weiterbildung getan? Bleib Fit in dem, was du tust, und lerne neue Techniken und Taktiken. Informiere dich doch einmal und lasse dich inspirieren welche Möglichkeiten du hast! Und trau dich auch, deinen Arbeitgeber direkt auf Weiterbildungsmöglichkeiten anzusprechen, wenn du mehr erreichen willst.

9. Kontakt zu den Fans

Die „Fans“ in der Pflege sind definitiv ganz anders, als Fußball-Fans. Eines haben aber beide gemeinsam: Sie äußern gerne Kritik, sowohl positive als auch negative. Nimm dir auch mal Zeit für deine Patient*innen und Bewohner*innen und nimm Feedback an, wenn du welches bekommst. Das gibt dir Motivation jeden Tag das Beste zu geben, für dich und für die Patient*innen.

10. Team – Rückschläge

Was war euer letzter Rückschlag im Team? Rückschläge bringen die Truppe meist noch enger zusammen. Gebt euch nicht gegenseitig die Schuld, sondern guckt nach vorne und arbeitet an euren Problemen, entwickelt euch weiter und meistert schwierige Situationen zusammen. Wenn du deinem Team zur Seite stehst und ein echtes Vorbild bist, werden es dir die anderen bald gleich tun.

11. Überraschungen

Beim Fußball weiß man nie genau, wie es ausgeht. In der Pflege gibt es ebenfalls immer wieder Überraschungen, sowohl positiv als auch negativ. Das macht den Beruf der Pflegekraft so spannend. Lass dich nicht von negativen Überraschungen runterziehen, schau nach vorne und suche immer aktiv nach Verbesserungsmöglichkeiten. Der nächste Titel als Weltmeister kommt bestimmt.

Pflegeralltag als Fußballkommentator: 

Quellehttp://www.beroobi.de/berufe/altenpfleger/tagesablauf.html

Spielzeit: 6 Uhr – 14 Uhr

Spielort: Seniorenstiftung Prenzlauer Berg

Spieltag: 13.05.2020

FOUL! Da ist der Gegner sehr hart eingestiegen. Jetzt muss sich Tim erstmal organisieren. Er stellt die Medikamente für seine Mitspieler*innen zusammen. Der Kapitän Tim muss dafür sorgen, dass jeder/jede Mitspieler*in seine/ihre Medikamente auch einnimmt, eine wirklich verantwortungsvolle Aufgabe. Nach ungefähr 60 Minuten Spielzeit wachen die ersten Mitspieler*innen auf. Es wird Zeit für Tim seine Mitspieler*innen zu dirigieren und zu organisieren. Tim spricht immer wieder mit seinen Mitspieler*innen, gerade konnte man ein lautes: „Guten Morgen, haben Sie gut geschlafen?“, hören. Tim spielt heute überragend auf der Spielmacher Position. Gerade bediente er seine Mitspieler*innen mit einem wundervollen Frühstück, direkt am Bett. Der Spielermacher betreut nun seine Mitspieler*innen indem er ihnen hilft bei den täglichen Routinen. Viele seiner Mitspieler*innen können nicht mehr selbstständig alles erledigen, auch dafür ist ein Spielmacher da. Tim’s Mannschaft geht nun kurz vor der Halbzeit in die Offensive. Äpfel schälen und gewünschte Aktivitäten ist die Taktikvorgabe vom Trainer. HALBZEIT! 

Die Offensivbemühungen in der Schlussphase der ersten Halbzeit zahlten sich aus. Mit einem Lächeln und großer Vorfreude geht es zum langersehnten Mittagessen. 

Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Und die startet mit schönen Kombinationen. Tim bringt das Mittagessen sowohl in der Küche aber auch in den Betten im Tor unter. Welch ein schönes Lächeln von den Mitspieler*innen, wenn das Essen versenkt wurde. Nun gönnt sich der Spielmacher selbst eine Erfrischung mit einem Mittagessen. Nach ca. 7 gespielten Stunden flacht das Spiel ein wenig ab. Die Mitspieler*innen werden müde und legen sich hin. Für die perfekte Erholung brauchen sie die optimale Lage. So bekommen sie keine Druckstellen oder legen sich wund. Nach 7 1/2 gespielten Stunden erfolgt der Abpfiff. Tim ist sichtlich geschafft, aber auch glücklich. Nach dem Spiel erfolgt das obligatorische Dokumentieren der wichtigsten Geschehnisse. Tim hat ein gutes Spiel gemacht und teilt seine Freud*innen nun mit seinen Trainer*innen. Wichtige Vorkommnisse und Zustand der Mitspieler*innen werden hierbei besprochen. Schluss, Aus, Ende, Tim hat es geschafft. Nun heißt es nur noch Beine hochlegen. Morgen steht bereits das nächste Spiel an!

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