Lauterbach vs. Kassenärztechef: Streit um Corona Maßnahmen im Herbst

Charline Charline Baselt
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Zwischen Laub liegt eine OP Maske
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Der Sommer ist nun endlich überall angekommen und das genießen alle vielerorts auch so richtig. Völlig verständlich, doch was ist eigentlich mit dem Corona Virus? Laut dem RKI klettert die Fallzahl auf 30.239.122 in den letzten 7 Tagen. Und immer wenn die Zahlen steigen, scheint auch der Puls vom Bundesgesundheitsminister zu steigen. Wohingegen Karl Lauterbach schon jetzt über Maßnahmen für den Herbst spricht, spricht sich der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, für die Aufhebung aller Maßnahmen auf: Lasst die Spiele beginnen.

Vernunft gegen Freiheit

Wir genießen den Sommer in vollen Zügen, kein Wunder, denn in den letzten zwei Jahren hagelte es viele Einschränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus. Kaum vorzustellen also, dass wir bald wieder mit Corona Regeln leben müssen. Doch genau damit beschäftigt sich der Gesundheitsminister in diesen Tagen wieder ganz besonders. „Wir sind noch nicht in der Endemie.” twittert Lauterbach erst heute morgen.

Wünscht ihr euch schärfere Maßnahmen?

Corona Isolations- und Quarantänepflicht: Weg damit?

Geht es nach dem Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, so sollten wir schnellstmöglich von den derzeitigen Maßnahmen weg. Sie sollten „bis auf weiteres aufgehoben werden, dadurch würde die Personalnot vielerorts gelindert“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wir müssen zurück zur Normalität. Wer krank ist, bleibt zu Hause. Wer sich gesund fühlt, geht zur Arbeit. So halten wir es mit anderen Infektionskrankheiten wie der Grippe auch.“ Gleichzeitig warnt Lauterbach jedoch vor einer „katastrophalen” Entwicklung in der Corona Pandemie. Dies bestätigt auch die Meldung vom Robert-Koch-Institut – bundesweit steigen die Corona Fallzahlen insgesamt auf 30.239.122. Da kommt die Frage auf, ob es nicht eher hinderlich als förderlich ist, die Isolationsmaßnahmen zu kippen.

Kassen kritisiert Lauterbachs Impfstrategie

Auch in Sachen Impfstrategie lässt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung kein gutes Haar am Gesundheitsminister. Im interview mit der NOZ macht er deutlich „Ich werde mir jedenfalls keinen zweiten Booster geben lassen.“  Gassen geht noch weiter und wirft Lauterbach eine „falsche“ Impfstrategie vor, bei der bis zu hundert Millionen Euro verschwendet würden. Lauterbach plane bis zu 60 Millionen Impfungen im Herbst und Winter, sagte er. Nach einer Kalkulation seiner Vereinigung sei jedoch nur mit höchstens 30 Millionen Impfungen zu rechnen. Daraufhin kontert der der Gesundheitsminister, er habe nie behauptet, dass er 60 Millionen Menschen im Herbst impfen will.

 

Wie sehen die Maßnahmen im Herbst nun aus?

Angesichts der neuen, deutlich ansteckenderen Virusvariante BA5, müssen laut dem Gesundheitsminister Spielräume für den Herbst geschaffen werden. Noch spricht er sich nicht für scharfe Maßnahmen, wie einem möglichen Lockdown aus, gänzlich ausschließen tut er es aber auch nicht. Lauterbach vergleicht das derzeitige Corona Geschehen mit einer „Kerze, die an beiden Enden brennt”. F

Um der Situation entgegenzuwirken, will das Gesundheitsministerium praktische Vorbereitungen für den Herbst vorantreiben. Geplant ist unter anderem eine neue größere Impfkampagne, für die wohl vier Impfstoffe bereitstehen sollen. Ob das die Pandemie eindämmt wird die Zeit zeigen. In dieser Sache sollten wir jedoch alle zusammen arbeiten. Halten wir Abstand und nehmen Rücksicht auf die anderen.

Quelle: dpa

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