01 Dez, 2021

Arbeiten in der Intensivpflege

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Symbolbild Intensivpflege
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Sind Menschen auf eine Versorgung rund um die Uhr angewiesen, spricht man von Intensivpflege. Die Intensivpflege verfolgt immer das Ziel, durch heilende, vorbeugende und rehabilitative Maßnahmen eine Linderung der Krankheit zu erzielen. Mit ihrer Arbeit versuchen Pflegefachkräfte stets, ihren Patient*innen wieder Lebensfreude und Lebensqualität zurückzugeben. Die intensive Arbeit mit den Patient*innen ist vielfältig, abwechslungsreich und erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und eine qualitativ hochwertige Arbeitsweise.

 

Das sind die Aufgaben

Die Aufgabenbereiche in der Intensivpflege sind groß und vielfältig. Es bedarf nicht nur der Pflege der Patient*innen. Durch die 1:1-Versorgung, sowohl in den eigenen vier Wänden der Patient*innen, als auch in Intensiv-Wohngemeinschaften, wird automatisch eine tiefe Bindung zwischen Pflegekraft und Patient*in aufgebaut.
Die Grundpflege der Patient*innen ist ein Teil des Verantwortungsbereiches. Hierbei fallen Aufgaben wie die Körperpflege, die Zubereitung und Gabe von Nahrung und die Mobilisation an.
Hinzu kommt die Behandlungspflege. Hier liegt besonders großes Augenmerk auf der Überwachung und Bedienung von Beatmungs- und weiteren medizinischen Geräten, aber auch die Wundversorgung, die Gabe von Medikamenten und die stetige Überwachung der Vitalwerte gehören dazu.
Doch die Intensivpflegefachkräfte sind auch für das Wohlergehen jenseits der Pflegeleistungen zuständig. So sind auch hauswirtschaftliche Aufgaben, wie das Aufräumen der Zimmer und das Betten machen notwendig, ebenso wie die Freizeitgestaltung. Soweit es den Patient*innen möglich ist, gehen Pflegekräfte mit ihnen spazieren, machen Ausflüge und fahren sogar teilweise gemeinsam in den Urlaub.

Sanduhr mit rotem Sand der gerade abläuft

Endlich wieder Zeit für gute Pflege

Der wohl größte Unterschied der Intensivpflege zur Alten- oder Krankenpflege liegt darin, dass endlich wieder gemeinsame Zeit mit den Patient*innen gegeben ist. Durch die 1:1-Versorgung konzentrieren sich Pflegekräfte auf nur einen Menschen und haben keinen Zeitdruck gegenüber weiteren Patient*innen oder auch Kolleg*innen.
In den weit verbreiteten 12-Stunden-Schichten haben Sie genügend Zeit, sich dem/der Patient*in zu widmen, ihn oder sie persönlich kennenzulernen, die individuellen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und so ein Stück Lebensqualität zurückzugeben. Bei gemeinsamen Unternehmungen, Spaziergängen, Ausflügen oder einfach nur entspannten Filmabenden werden Pflegekräfte ein Teil des alltäglichen Lebens der Patient*innen und oft auch ein Teil der Familie.

Die Herausforderungen in der Intensivpflege

Wie in jedem Beruf gibt es auch in der Intensivpflege Herausforderungen und Probleme, denen man sich stellen muss. Aufgrund der intensiven Betreuung und Pflege und der geringen Anzahl an Pflegekräften je Patient*in ist es besonders wichtig, dass die zwischenmenschliche Beziehung stimmt, denn die enge Zusammenarbeit erfordert in jedem Fall ein enges Vertrauensverhältnis.
Vor allem der große Verantwortungsbereich wird zunächst nicht betrachtet. Während der Intensivpflege sind die Pflegekräfte oft alleine vor Ort. Somit gibt es in Notfällen auch keine weiteren Ansprechpartner*innen oder helfenden Hände. Kommt es beispielsweise zu einem Herzstillstand oder fallen die Geräte der Patient*innen aus, ist eine sofortige Reaktion notwendig und fordert absolute Konzentration und fachliches Wissen.

Pflegerin scheint Patientin durch einen Krankenhausflur

Der Verdienst in der Intensivpflege

Das Gehalt in der Intensivpflege liegt etwas höher als der in der normalen Pflege. Es befindet sich, je nach Region, in einer Gehaltsspanne zwischen 2.000 und 3.500 Euro brutto. Hinzu kommen Sonn- und Feiertagszuschläge, sowie Nachtzuschläge. Als Pflegedienstleitung kann auch ein Bruttogehalt von bis zu 4.500 im Monat üblich sein.
Viele Pflegedienste arbeiten aufgrund der notwendigen 24-Stunden Betreuung in 12-Stunden Schichten. Pro Tag sind also nur zwei unterschiedliche Pflegekräfte bei dem/der Patient*in. Aufgrund der langen Arbeitszeit haben die Pflegekräfte dementsprechend auch mehr freie Tage. In den meisten Fällen haben Fachkräfte in der Intensivpflege 15 Tage über den Monat verteilt frei.

Ist die Intensivpflege für mich geeignet?

Du sehnst Dich nach mehr persönlicher Zeit mit Deinen Patient*innen, statt nur für die schnelle Pflege zuständig zu sein? Du möchtest Deine Patient*innen auf privater Ebene kennenlernen und eine enge Bindung zu ihnen aufbauen?
Du hast Dich entschieden, einen Pflegeberuf auszuüben, um Menschen zu helfen und für sie zu sorgen, hast aber das Gefühl, in der üblichen Pflege kannst Du das nicht? Dann bist Du der/die richtige Kandidat*in für einen Job in der Intensivpflege!

Quellen:

Bibliomed: www.bibliomed-pflege.de/im-notfall-auch-nachts

Leben mit Intensivpflege: www.leben-mit-intensivpflege.de/ausserklinische-intensivpflege

DocCheck: flexikon.doccheck.com/Intensivpflege

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