Zeig ihnen was du kannst - Selbstvermarktung für Pflegekräfte

Pflegekräfte sind systemrelevant. Die Anerkennung seitens der Ärzte oder aus der Gesellschaft kommt oft zu kurz. Ein selbstbewusstes und professionelles Auftreten der Pflegekräfte könnte dabei helfen, die Anerkennung zu erhalten, die sie verdienen.

AUFFALLEN UND SELBST VERMARKTEN – WIE FUNKTIONIERT DAS?

Eine erfolgreiche Selbstvermarktung ist für jeden sinnvoll. Besonders für Pflegekräfte jedoch ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen herauszustellen, um auf sich selbst und die geleistete Arbeit aufmerksam zu machen. Dafür solltest du dich aber zu Beginn erst einmal selbst reflektieren: „Was sind meine Stärken und Schwächen?“ und „Für was stehe ich ein?“. Die Beantwortung dieser Fragen allein reicht jedoch noch nicht aus. Aus diesem Grund solltest du einen Abgleich der gewonnen Erkenntnisse mit den Einschätzungen, beispielsweise von Kolleg*innen folgen lassen. Freunde und Familie bieten sich dafür leider eher weniger an, da diese möglicherweise voreingenommen und nicht objektiv antworten. Hast du deinen eigenen „Markenkern“ definiert, ist es wichtig zu überlegen wen du erreichen möchtest und auf welchen Kanälen dies möglich wäre. Zum Beispiel in einem persönlichen Gespräch oder auch über diverse Social Media Plattformen, wie Instagram und Co. Die Entscheidung wie und wo du kommunizieren möchtest ist dir selbst überlassen.

DIE EIGENE POSITION IN KONFLIKTEN STÄRKEN

Das (gelegentlich) spannungsreiche Verhältnis zwischen ärztlichem Personal und Pflegekräften beispielsweise zeigt, wieso es wichtig ist, sich seiner eigenen Kompetenz und Leistung bewusst zu sein. Genauso wie du die Arbeit der Ärzt*innen und ihren Angestellten wertschätzt, sollten sie auch die Arbeit der Pflegekräfte honorieren. Doch was, wenn sie in dir jemanden sehen, der du gar nicht bist? Hier setzt die erfolgreiche Selbstvermarktung an: Es ist wichtig, für die eigene Arbeit und die Kompetenzen einzustehen, diese begründen zu können und sich auf diesem Weg Gehör und Anerkennung zu verschaffen. Übertreibungen und Unwahrheiten sollten hier keinen Platz finden, stattdessen ist ein behutsames (aber durchaus selbstbewusstes) Vorgehen gefragt. Andernfalls besteht die Gefahr, aus der Sicht des Gegenübers arrogant zu wirken oder es könnte so aussehen, als wäre es dein einziges Ziel, im Mittelpunkt zu stehen. Auch gilt es vielmehr, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, statt sich darauf zu fokussieren andere schlecht zu machen.

SELBSTVERMARKTUNG: DER PFLEGE ETWAS GUTES TUN

Da Pflegekräfte zentrale Akteure der Pflege sind, geht es bei dem Thema Selbstvermarktung ebenfalls um die Vermarktung der Pflege an sich. Der eher gering ausfallenden Anerkennung aus Politik und Gesellschaft kann mit einem selbstbewussten und professionellem Auftreten entgegengetreten werden. Es wäre nur eine kleine Veränderung, jedoch ein wichtiger Schritt, um die Stellung der Pflegekräfte und damit einhergehend auch das Bild der Pflege aufzuwerten.
Dabei geht es letztendlich aber auch darum, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das große Ganze einzustehen und ein positives Bild zu vermitteln. Akteure der Pflege sollten daher an einem Strang ziehen, um das gemeinsame Ziel zu verwirklichen.

Quellen:

Karrierebibel: https://karrierebibel.de/eigenmarketing/

Sybille Reidl et al. (2006): Chancengleichheit in der Altenpflege. EinProjekt im Rahmen von GENDERNOW, hg. v. Institut für Technologie- und Regionalpolitik.

ZEIT: https://www.zeit.de/arbeit/2020-08/tijen-onaran-migrationshintergrund-marketing-branding-digitalisierung-sichtbarkeit/seite-2

ZEIT: https://www.zeit.de/karriere/beruf/2009-11/selbstmarketing-strategien

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