Die Pflegeversicherung stehe kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch, so Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes. Bereits für dieses Jahr zeichne sich ein Defizit von einer Milliarde Euro ab. Für 2025 werde mit einem Defizit von 4,4 Milliarden Euro gerechnet.
Um die Pflegeversicherung zu retten, fordern die Betriebskrankenkassen eine umfassende Neuausrichtung. Dazu gehören verstärkte Maßnahmen zur Prävention und Rehabilitation sowie eine verbesserte Unterstützung für pflegende Angehörige.
Entgegen dem verbreiteten Eindruck eines Pflegekräftemangels betont Klemm, dass Deutschland im europäischen Vergleich ausreichend Personal habe. Sie fordert jedoch eine bessere Verteilung der Fachkräfte und befürwortet die Idee, Pflegekräften mehr medizinische Kompetenzen zuzusprechen.
Quelle: westfalen-blatt.de